Der Brief
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Laut hallte der Schuss un meinem Kopf wieder. Ein dumpfes, dröhnendes Echo. Schweißgebadet saß ich in meinem Bett. Mein Puls war ungewöhnlich hoch und mein Atem ging schwer. Wieder so ein verfluchter Alptraum. Man hatte meinen Vater und meine Schwester erschossen. Es waren zwei Männer gewesen. Vor dem Haus hatten einige Leute gestanden welche von drei ebenfalls bewaffneten Kerlen vom Haus ferngehalten wurden. Der Traum war ungewöhnlich klar und ich konnte mich an jedes Detail erinnern. Der eine der beiden Männer war groß, sehr muskolös und trug schwarze Jeans, Sneakers und einen Kapuzenpulli. Seine Nase war krumm und die Lippen so schmal dass man bald nur einen Schlitz als Mund sehen konnte. Die schwarzen Augen funkelten gehässig. Der andere war wesentlich kleiner, ebenfalls durchtrainiert und trug eine enge braune Sweatshirtjacke, schwarze Jogginghosen und langes schwarzes Haar welches ihm über die Schultern viel. Bei dem bloßen Gedanken an seinen Gesichtsausdruck lief mir ein kalter Schauer über den Rücken.
Der vierte und letzte Schuss hatte meiner Mutter gegolten. Tränen liefen mir über das Gesicht bei dem Gedanken daran, wie sie dort gestanden hatten. In ihrem Zimmer neben ihrem toten Mann, meinem Vater. Ihr Gesicht war blass, panisch und geschockt. Die Augen hatte sie weit aufgerissen doch sie rührte sich nicht. Dann viel der Schuss und ihr Körper sank leblos zu Boden. Aber halt, Stop! Warum hörte ich draußen lautes Stimmengewusel und wütende Schreie? Und, irre ich mich oder höre ich laute Schritte die Treppe in Richtung Obergeschoss hoch stampfen? In MEINE Richtung!? Meine Finger krallen sich in die Bettdecke und Angstschweiß lief an mir herab als hielte man mir einen Duschkopf über den Kopf. War das etwa kein Traum gewesen, sondern die grausame Wirklichkeit? Die Schritte kämen näher, steuerten geradewegs meine Tür an und verstummten schließlich. Langsam wurde die Klinke von Außen herunter gedrückt. keuchend rang ich nach Luft. Die Tür sprang auf und die männer aus meinem Traum standen davor, ihre Waffen in mein Zimmer gerichtet. Ich hörte einen lauten Schrei, realisierte jedoch nicht, dass dieser von mir ausging. Die beiden kamen herein und richteten ihre Waffen nun gezielt auf mich. Das letzte was ich hörte war das dreckige Lachen meiner Mörder, dann drückten sie ab. Der Schuss kostete mich mein Leben, es war kein Traum gewesen!